Der Anfang vom Ende des Ölzeitalters ist da.

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender Daimler AG

Autos sind Deutschlands wichtigstes Exportgut, die Branche beschäftigt mehr als 750.000 Menschen und ist einer der größten Arbeitgeber . Zugleich gehört der Verkehrssektor zu den großen Energieverbrauchern. Sein Anteil am deutschen Endenergieverbrauch liegt bei rund einem Drittel. Deshalb verstärkt die Bundesregierung ihre Bemühungen, den Verbrauch zu senken.
Erste Erfolge sind sichtbar: So haben sich die im Güter- und Personenverkehr jährlich gefahrenen Kilometer von 1990 bis 2013 ungefähr verdoppelt, der Verbrauch ist im gleichen Zeitraum aber nur um neun Prozent gestiegen .

Deutschlands Ziele und Fortschritte im Verkehrssektor – Reduzierung des Endenergieverbrauchs

Um noch mehr Energie zu sparen, setzt Deutschland auf effiziente Fahrzeugtechnologien und die schrittweise Elektrifizierung der Straßenfahrzeuge. Vor allem Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge des innerstädtischen Lieferverkehrs und des öffentlichen Personennahverkehrs sowie Motorräder sollen zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen werden. Bis 2020 will Deutschland ein internationaler Leitmarkt für Elektromobilität werden. Deshalb fördert die Bundesregierung Markt- und Technologieentwicklung mit vielen Programmen.
Fahrzeuge mit Brennstoffzellen gelten als wichtige Ergänzung der von Batterien gespeisten Elektrofahrzeuge. 1,4 Milliarden Euro staatlicher Fördermittel fließen bis 2016 in Wasserstoff- und Brennstoffzellenprojekte . In einigen deutschen Großstädten fahren bereits Wasserstoff-Hybridbusse im öffentlichen Personennahverkehr. Neben klimafreundlichen Antrieben gewinnen neue Mobilitätskonzepte wie das Carsharing an Bedeutung. Indem sich mehrere Personen ein Auto teilen, entlasten sie den Straßenverkehr und die Emissionen sinken. Inzwischen sind in Deutschland mehr als 1,2 Millionen Nutzer bei 150 Carsharing-Anbietern registriert.